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Humboldt-Universität zu Berlin - Familienbüro

Beruf und Pflege

 

Die Pflege einer oder eines hilfsbedürftigen Angehörigen bringt vielfältige Veränderungen der persönlichen Lebensumstände mit sich, die oft nur schwer zu bewältigen sind: Körperliche und seelische Belastungen, das Erlernen pflegerischer Fertigkeiten sind die eine Seite – die Konfrontation mit der eigenen Lebensplanung die andere.

Familiäre Aufgaben mit Beruf oder Studium in Einklang zu bringen, ist sowohl eine organisatorische als auch eine emotionale Herausforderung. Die Humboldt-Universität reagiert mit flexiblen Lösungen auf die besondere Situation, wenn Studierende oder Beschäftigte ihre pflegebedürftigen Angehörigen betreuen (Grundsätze der HU zur Gestaltung der familienfreundlichen Hochschule). 

Das Familienbüro bietet Beschäftigten und Studierenden, die mit der Pflege von Angehörigen aktuell oder in Zukunft befasst sind, Beratung und Informationen.

Eine umfassende Übersicht rund um das Thema Pflege und die Möglichkeit zur Vorbereitung auf den Pflegefall bietet die Notfallmappe Pflege.

 

Für Arbeitnehmer_innen gibt es in Fällen der Pflege verschiedene Regelungen. Laut der aktuellen Gesetzgebung bestehen diese Regelungen für die kurzzeitige oder langfristige Pflege von "nahen Angehörigen". Dies beinhaltet nicht nur die Pflege von Großeltern und Eltern, Schwiegereltern, Ehegatten oder Partnern einer eheähnlichen Gemeinschaft, sondern gilt auch für Stiefeltern, Schwägerinnen und Schwager sowie für Partner in lebenspartnerschaftsähnlichen Gemeinschaften. Auch Geschwister, Kinder, Adoptiv- oder Pflegekinder des Ehegatten oder Lebenspartners sowie Schwieger- und Enkelkinder sind als nahe Angehörige anzusehen.

Neben der Pflege eines pflegebedürftigen nahen Angehörigen in häuslicher Umgebung wird auch die außerhäusliche Betreuung eines pflegebedürftigen minderjährigen Kindes einbezogen. Dies gilt auch für die Begleitung von nahen Angehörigen in der letzten Lebensphase.

Kurzzeitige Pflege

Für kürzere Pflegezeiträume kann eine bis zu 10-tägige Auszeit genommen werden, in Form des sogenannten Pflegeunterstützungsgeldes wird von der Pflegeversicherung der zu Pflegenden Person eine Lohnersatzleistung gezahlt.

Langfristige Pflege

Für volle oder teilweise Freistellungen von 6 bis maximal 24 Monaten kann beim Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA) ein zinsloses Darlehen als Lohnersatz beantragt werden. Die Bedingungen für den Rechtsanspruch auf Freistellung finden Sie im Pflegezeitgesetz bzw. im Familienpflegezeitgesetz.

Weitere Informationen zum Thema Pflegezeit finden Sie auf der Webseite der Personalabteilung.

 

Weitere Regelungen der HU

Dienstvereinbarung Gleitende Arbeitszeit
Für Mitarbeiter_innen der HU mit Pflegeverantwortung kann auch §10 der Diensvereinbarung Gleitende Arbeitszeit interessant sein, hier können Sonderregelungen zur Arbeitszeit und -ortgestaltung begründet werden.
Dienstvereinbarung Alternierende Telearbeit
Am 26.08.2016 wurde die Dienstvereinbarung über die Alternierende Telearbeit durch das Präsidium und den Gesamtpersonalrat der HU unterzeichnet. Auf Antrag haben die Beschäftigten der HU damit die Möglichkeit, einen Teil ihrer Arbeit von Zuhause aus zu erledigen, was der verbesserten Vereinbarkeit der dienstlichen Anforderungen
mit Familie bzw. individueller Lebensführung sowie zur Erhöhung der Arbeitszufriedenheit und Motivation dienen soll. Die Dienstvereinbarung kann auf der Webseite der Personalabteilung eingesehen werden.
Arbeitszeitreduktion
Eine Verringerung der Arbeitszeit ist grundsätzlich möglich. Die Vorgabe der Personalabteilung ist es, Anträgen aufgrund der Betreuung von Kindern unter 18 Jahren oder pflegebedürftigen Angehörigen zu entsprechen.

Der Antrag kann formlos bei der Personalstelle gestellt werden und soll die Stellungnahme der bzw. des Vorgesetzten und der Verwaltungsleitung enthalten.
Sonderurlaub statt Weihnachtsgeld
Die Humboldt-Universität zu Berlin bietet ihren Beschäftigten seit Oktober 1997 die Möglichkeit an, im Laufe eines Kalenderjahres einen unbezahlten Sonderurlaub von bis zu vier Wochen unter Verrechnung mit den November- bzw. Dezemberbezügen in Anspruch zu nehmen (Sonderurlaub statt „Weihnachtsgeld“).

 

Der Sonderurlaub muss immer für volle Wochen (sieben Tage) beansprucht werden. Es muss sich jedoch nicht um Kalenderwochen (Montag bis Sonntag) handeln. Der Sonderurlaub ist im Gegensatz zum Erholungsurlaub nicht auf das nächste Kalenderjahr übertragbar.

Das Antragsformular ist über die zuständige Fakultätsverwaltung / Bereichsleitung an die Abteilung für Personal und Personalentwicklung zu senden. Die für Sie zuständige Personalstelle wird dann eine entsprechende Vereinbarung vorbereiten, die Sie vor Antritt des Sonderurlaubs unterzeichnen müssen.

 

Beratung

Das Familienbüro berät Sie gerne in Fragen rund um das Thema Pflege, insbesondere zu Möglichkeiten der Gestaltung von Arbeitszeit und -ort und zu den Dienstvereinbarungen gleitende Arbeitszeit und alternierende Telearbeit der HU. Bei konkreten Fragen zur Organisation der Pflege können Sie sich jederzeit an einen der Berliner Pflegestützpunkte wenden, diese beraten kosten- und trägerneutral, auf Wunsch auch anonym und im eigenen Zuhause. Die offenen Sprechstunden finden in allen Stützpunkten dienstags von 9-15 Uhr und Donnerstags von 12-18 Uhr statt. Dort erhalten Sie Information und Unterstützung zu allen Bereichen der Pflege, und deren Finanzierung.

 

Links


Information des BMFSFJ zur Pflegezeit und Familienpflegezeit

Pflegestützpunkte Berlin

Informationen der Senatsverwaltung zum Thema Pflege

Notfallmappe Pflege