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Humboldt-Universität zu Berlin - Familienbüro

Elternzeit, Elterngeld und Mutterschutz

Mutterschutz

Die nachfolgenden Informationen rund um das Thema Mutterschutz für Arbeitnehmerinnen können Sie ebenfalls auf den Seiten der Personalabteilung nachlesen:

Als Schwangere dürfen Sie sechs Wochen vor der Entbindung nicht beschäftigt werden. Eine Arbeitsleistung während der Schutzfrist bis zur tatsächlichen Entbindung ist nur mit Ihrer ausdrücklichen Erklärung der Bereitschaft zur Arbeitsleistung möglich. Für die Arbeitsleistung während der Schutzfrist wird das vertraglich zustehende Arbeitsentgelt gezahlt.

Nach der Entbindung dürfen Sie acht Wochen nicht beschäftigt werden. Bei Früh- oder Mehrlingsgeburten verlängert sich die Nachfrist auf zwölf Wochen. Die Schutzfrist nach der Geburt wird zusätzlich um den Zeitraum der Sechs-Wochen-Schutzfrist verlängert, der wegen einer vorzeitigen Geburt nicht in Anspruch genommen werden konnte. Damit ist gewährleistet, dass die beiden Schutzfristen zusammen stets mindestens 14 Wochen betragen.

Die HU hat Ihren Arbeitsplatz so zu gestalten, dass Leben und Gesundheit von Mutter und Kind nicht gefährdet werden.

Insbesondere gelten folgende Einschränkungen der Tätigkeit:

  • Beschränkung der täglichen Arbeitszeit auf 8,5 Stunden, Verbot schwerer körperlicher Arbeit
  • Verbot von Mehr-, Nacht-, Sonn- und Feiertagsarbeit sowie
  • Verbot jeder Tätigkeit, soweit sie nach ärztlichem Zeugnis die Gesundheit der Mutter und des Kindes bei Fortdauer der Beschäftigung gefährdet,
  • keine Einwirkung gesundheitsgefährdender, ätzender oder giftiger Stoffe.

Die Humboldt-Universität prüft in Zusammenarbeit mit dem Betriebsärztlichen Dienst des Arbeitsmedizinischen Zentrums, inwieweit vor diesem Hintergrund aufgrund der gegenwärtigen Tätigkeit und des konkreten Arbeitsplatzes eine Aufgabenänderung oder eine Arbeitsplatzumgestaltung notwendig wird.

Während der Stillzeit

In den ersten zwölf Monaten nach Geburt des Kindes sind Stillpausen durch das Mutterschutzgesetz geregelt. Sollten Sie Ihr Kind mit zur Hochschule bringen, können Sie die zahlreichen Eltern-Kind-Zimmer zum Stillen, Ausruhen und Wickeln nutzen - für eine Übersicht besuchen Sie bitte den Menüpunkt "Campus mit Kind".


Links


Mutterschutz für Arbeitnehmerinnen - Informationen der Personalabteilung der HU

Mutterschutzgesetz MuSchG



Elternzeit
Ein Anspruch auf Elternzeit besteht für jeden Elternteil zur Betreuung und Erziehung seines Kindes bis zur Vollendung des dritten Lebensjahres. Bei mehreren Kindern besteht der Anspruch auf Elternzeit für jedes Kind, auch wenn sich die Zeiträume überschneiden. Ein Anteil der Elternzeit von bis zu zwölf Monaten ist mit Zustimmung der Arbeitgeberin oder des Arbeitgebers auf die Zeit bis zur Vollendung des achten Lebensjahres übertragbar.

Die Elternzeit kann, auch anteilig, von jedem Elternteil allein oder von beiden Elternteilen gemeinsam genommen werden.

Die Arbeitnehmerin oder der Arbeitnehmer darf während der Elternzeit nicht mehr als 30 Wochenstunden im Durchschnitt des Monats erwerbstätig sein.

Teilzeitarbeit bei einem anderen Arbeitgeber oder einer anderen Arbeitgeberin oder selbstständige Tätigkeit bedürfen der Zustimmung der Arbeitgeberin oder des Arbeitgebers. Dieser kann sie nur innerhalb von vier Wochen aus dringenden betrieblichen Gründen schriftlich ablehnen.

Die Arbeitnehmerin oder der Arbeitnehmer kann eine Verringerung der Arbeitszeit und eine Anpassung ihrer Ausgestaltung beantragen. Über den Antrag sollen sich der Arbeitgeber oder die Arbeitgeberin und der Arbeitnehmer oder die Arbeitnehmerin innerhalb von vier Wochen einigen.

Arbeitnehmerin und Arbeitnehmer müssen ihre Elternzeit spätestens sieben Wochen vor deren Beginn schriftlich von der Arbeitgeber_innenseite verlangen.

 

Links


Formular Antrag auf Elternzeit der Personalabteilung der HU

Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz BEEG

Elterngeld und Elternzeit (Broschüre des BMFSFJ)



Elterngeld
Das Elterngeld fängt einen Einkommenswegfall auf, wenn Eltern nach der Geburt für ihr Kind da sein wollen und ihre berufliche Arbeit unterbrechen oder einschränken.

Das Elterngeld wird an Mütter und Väter für maximal 14 Monate gezahlt; beide können den Zeitraum frei untereinander aufteilen. Ein Elternteil kann dabei mindestens zwei und höchstens zwölf Monate für sich in Anspruch nehmen, zwei weitere Monate gibt es, wenn sich auch der andere Elternteil an der Betreuung des Kindes beteiligt und den Eltern mindestens zwei Monate Erwerbseinkommen wegfällt. Alleinerziehende, die das Elterngeld zum Ausgleich des wegfallenden Erwerbseinkommens beziehen, können aufgrund des fehlenden Partners bzw. der fehlenden Partnerin die vollen 14 Monate Elterngeld in Anspruch nehmen.

In der Höhe orientiert sich das Elterngeld am laufenden durchschnittlich monatlich verfügbaren Erwerbseinkommen, welches der betreuende Elternteil im Jahr vor der Geburt hatte. Es beträgt mindestens 300 Euro und höchstens 1.800 Euro.

 

Links


Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz BEEG

Elterngeldrechner

Elterngeld und Elternzeit (Broschüre des BMFSFJ)



ElterngeldPlus

Nach der Geburt eines Kindes können Eltern zwischen Elterngeld und ElterngeldPlus wählen oder beides miteinander kombinieren. Aus einem Elterngeldmonat werden zwei ElterngeldPlus-Monate, wobei die Höhe des ElterngeldPlus maximal die Hälfte des Elterngeldes beträgt. Das ElterngeldPlus richtet sich vor allem an Eltern, die während des Bezugs von Elterngeld in Teilzeit arbeiten möchten.



Partnerschaftsbonus
Sofern beide Elternteile oder ein_e Alleinerziehende_r in vier aufeinanderfolgenden Monaten zwischen 25 und 30 Wochenstunden arbeiten, erhalten sie vier zusätzliche ElterngeldPlusmonate.