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Humboldt-Universität zu Berlin - Familienbüro

Nachteilsausgleich

Banner Diagramm Nachteilsausgleich

 

Was ist der Nachteilsausgleich?

Der Nachteilsausgleich für Studierende mit familiären Aufgaben ist Bestandteil der zentralen Studien- und Prüfungsordnung der HU (ZSP-HU). Er greift dort, wo familiäre Verpflichtungen die vorgesehene Erbringung von Studien- und Prüfungsleistungen erschweren und ermöglicht so beispielsweise Fristverlängerungen oder das Erbringen von Ersatzleistungen.

 

Welche Gründe kommen für die Gewährung eines Nachteilsausgleichs infrage?

Die Gründe sind vielfältig - Schließzeiten der Kita, eine Erkrankung des Kindes oder Schwangerschaftsbeschwerden können ebenso berücksichtigt werden wie die Betreuung eines pflegebedürftigen Angehörigen. Dazu gehören Kinder und Enkelkinder (eigene wie angenommene) ebenso wie Eltern, Großeltern oder Partnerinnen und Partner. Auch wenn aus familiären Gründen die Anwesenheitspflicht bei Lehrveranstaltungen von 75 % nicht erfüllt wird, kann eine Ausgleichsleistung vereinbart werden.

 

Wie sieht die Anwendung des Nachteilsausgleichs in der Praxis aus?

Ausgleichsmöglichkeiten für Prüfungsleistungen können die Verlängerung der Bearbeitungsfrist, eine Zulassung zum zweiten Prüfungstermin als Erstversuch oder in begründeten Einzelfällen auch eine alternative Prüfungsform sein.

Ein Nachteilsausgleich für Studienleistungen kann beispielsweise eine kurze Literaturzusammenfassung (bei Nichterfüllung der Anwesenheitspflicht) oder bei Nichterbringung eines Referats eine zusätzliche Hausarbeit bzw. eine Verschiebung des Referattermins sein.

 

Wann, wie und wo beantrage ich den Nachteilsausgleich?

- Prüfungsleistungen

Sobald sich abzeichnet, dass Sie aufgrund familiärer Gründe nicht an einer vorgesehenen Prüfung teilnehmen oder eine Seminar- bzw. Abschlussarbeit nicht in der vorgegebenen Frist einreichen können, können Sie einen schriftlichen Antrag auf Nachteilsausgleich beim zuständigen Prüfungsausschuss stellen. Eine E-Mail ist als schriftliche Form ausreichend.

Je nach Prüfungsform schlagen Sie selbst einen Ausgleich vor:

- Zulassung zu einem anderen Prüfungstermin:

Sie können die Zulassung zum zweiten Prüfungstermin als Erstversuch beantragen, wenn z. B. der Ersttermin in die Schließzeit der Kita bzw. die Schulferien fällt, Ihr Kind erkrankt ist oder sich der Prüfungstag mit Ihrer Mutterschutzfrist überschneidet. Auch wenn Sie z. B. Ihr_e Kind_er allein erziehen und mehrere Prüfungen in eine Woche fallen, kann Ihnen durch die eingeschränkte Vorbereitungszeit eine Verschiebung einer oder mehrer Prüfungen in den zweiten Prüfungszeitraum gewährt werden.

- Verlängerung von Bearbeitungsfristen: 

Oben genannte Gründe können dazu führen, dass Sie eine Hausarbeit oder auch Ihre Abschlussarbeit nicht in der vorgegebenen Frist fertigstellen können. Abhängig davon, wieviel Zeit für die Bearbeitung durch Ihre familiären Aufgaben weggefallen ist, schlagen Sie eine Verschiebung der Abgabefrist um diesen Zeitraum vor.

- Zulassung zu einer anderen Prüfungsform:

In begründeten Einzelfällen kann eine andere als die vorgesehene Prüfungsform vereinbart werden, diese muss jedoch gleichwertig sein. Wenn beispielsweise eine Prüfung im Labor den  Mutterschutzregelungen entgegensteht, muss der zuständige Prüfungsausschuss darüber abstimmen, ob eine gleichwertige Prüfung ohne Gefährdung von Mutter und Kind möglich ist. Dies kann u. a. eine theoretische Arbeit oder eine praktische Prüfung unter Verwendung unbedenklicher Substanzen sein.

 

- Studienleistungen

Anträge auf Nachteilsausgleich, die Studienleistungen betreffen, stellen Sie direkt bei Ihrer Dozentin bzw. Ihrem Dozenten. Neben einer mündlichen Abstimmung sollten Sie die Vereinbarung per E-Mail schriftlich festhalten.

 

Wie begründe ich den Antrag?

Anträge auf Nachteilsausgleich müssen immer gut und nachvollziehbar begründet sein. Schildern Sie konkret, warum Sie die Leistung nicht in der vorgesehenen Frist oder Form erbringen können und reichen Sie wenn möglich Nachweise ein.

 

Wie kann so ein Antrag aussehen?

Die Anträge können formlos sein. Ein Antrag auf Verlängerung der Bearbeitungszeit kann z. B. folgendermaßen formuliert werden:

Hiermit beantrage ich eine Verlängerung meiner Bearbeitungsfrist für die Hausarbeit XY um XX Tage/Wochen/Monate. Während des Bearbeitungszeitraums hatte die Kita meines Kindes eine Woche geschlossen und keine andere Betreuung stand zur Verfügung. Ich beantrage laut Nachteilsausgleich § 109 ZSP-HU eine Fristverlängerung um eine Woche. Im Anhang finden Sie die Geburtsurkunde, sowie die Auskunft der Kita über die Schließzeiten.

 

Weiterhin haben einige Institute bereits Antragsformulare erstellt, die Sie nutzen können. Alternativ können Sie auch unser Formular für den Antrag auf Nachteilsausgleich verwenden.